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Pilardio – Pilates trifft auf Cardio

Im hüftbreiten Stand die Wirbelsäule lang werden lassen, Brustbein aufrichten, Bauchnabel und Beckenboden nach innen oben ziehen und das Becken leicht aufrichten. Erst wenn alle Teilnehmer diese Spannung aufgebaut haben, kann es mit Pilardio losgehen. “Diese Spannung während des gesamten Work-outs beibehalten. Dann starten Sie”, erklärt Jasmin Waldmann die Basis des Trainings, das die Fitness-Expertin ins Leben gerufen hat.

Anspruch runter und Entspannung rauf
“Einsteigerinnen starten mit insgesamt 20 Minuten, am besten alle zwei Tage,” lauten die Tipps, die Jasmin Waldmann Neulingen auf den Weg gibt. Nach bereits wenigen Pilardio-Einheiten soll sich im Kopf und Körper mehr Spannkraft zeigen, Muskeln und Knochen fester sein und sich eine bessere Kondition und Beweglichkeit einstellen. Außerdem ließe sich das Gewicht und Stress reduzieren. „Es geht darum, so präzise wie möglich zu sein und zu handeln und den Anspruch herunterzufahren, alles perfekt machen zu wollen,” bringt Jasmin Waldmann den Gedanken ihres Workouts auf den Punkt.

Die 10 grundlegenden Pilardio Prinzipien
Im Grunde genommen ist Pilardio mehr als ein Workout. Es ist ein Weg zu einer neuen Lebens- und Wohlfühlkonzeption, in der die Trainerin alles von A wie Atmung über K wie Koordination bis S wie Spaß und Z wie Zentrierung vereint. Dabei beruht ihr Mix aus Pilates und Cardio auf zehn Prinzipien:

1.  Atmung
2.  Zentrierung/Kontrolle
3.  Mobilisation
4.  Kräftigung
5.  Koordination
6.  Herz- und Kreislaufsystem
7.  Körperlänge und -weite
8.  Körperwahrnehmung und Präzision
9.  Spaß (mit psychologischem Hintergrund)
10. Ernährung

Das Fundament einer jeden Einheit bildet die Pilardio-Atmung, bei der es sehr wichtig ist, tief und gleichmäßig zu atmen.
Erst dann ist der Stoffwechsel im Körper besser und sorgt dafür, dass unser Körper effizient arbeitet. Darüber hinaus ist die richtige Atmung die Grundlage, um sorgenfrei und leicht durchs Leben zu gehen, Lebenskraft zu haben, Ruhe zu bewahren und einen klaren Gedanken zu fassen. Und natürlich wird durch bessere Atmung auch das Denkvermögen verbessert und für eine gefestigte Leistungsfähigkeit gesorgt.

Um das zu erreichen, gibt die Pilardio-Erfinderin eine Anleitung: “Die Einatmung (durch die Nase) ist eine Brustatmung,
und die Ausatmung (durch den Mund) ist mit der Zwerchfellatmung gekoppelt, ist also eine Bauchatmung.”
Ruhe für Körper, Geist und Seele

Unbedingt notwendig für Pilardio ist das Gleichgewicht bzw. eine innere Ausgewogenheit. Dieses Prinzip kommt dem
Yin/Yang-Denken im Pilates, im Yoga oder in weiteren Entspannungsmethoden gleich und zielt darauf, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Auch außerhalb der Pilardio-Stunden bedeutet das, ausgeglichen zu sein. “Auch mal ‚Nein‘ sagen zu können. Das schafft ein ungeheures Selbstbewusstsein,” erklärt Jasmin Waldmann das Ziel des richtigen Gleichgewichtes.

Training für Muskeln und Gelenke
Wer mit sich im Reinen ist, der sollte auf eine gute Beweglichkeit achten. Das meint die Gelenkigkeit und die Fähigkeit, sich zu dehnen und sorgt dafür, dass Gelenke und Muskeln bewegt und gekräftigt werden. Wer sich also Zeit für Pilardio nimmt, der sorgt für eine regelmäßige Mobilisation der Wirbelsäule, Schultergürtel, Brustkorb, Schultergelenke, Knie- und Hüftgelenke und Sprunggelenke.

In Kombination mit den anderen Pilardio-Prinzipien, vor allem mit der Kräftigung der Muskeln und Stabilisierung des Bewegungsapparats, können zum Beispiel Schmerzen im Rücken abgebaut werden. Ebenso wird ein gesteigertes Wohlbefinden erreicht und beibehalten. Wer auch noch auf eine gute und ausgewogene Ernährung achtet und Spaß an den Dingen hat, bei dem ist Pilardio vom reinen Workout zu einem gesamten Konzept für sein Leben geworden. “Mit Freude, Plan und Spaß zu den Zielen kommen - das ist das besondere bei Pilardio,” so Jasmin Waldmann. Mehr Infos (auch zur neuen CD und DVD) finden Interessierte auf www.pilardio.de.     

 

Autorin: Alexandra Petersen © Sema