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Pflegeroboter – Utopie • Vision • Realität

Maschinen spielen Fußball, mähen Rasen. Künstliche Intelligenz-Bestien helfen per Handy. Gerade wurde am Tag der Pflege im Mai wieder gefordert: Mehr Personal! Könnte der Kollege Roboter auch auf die Pflege zurollen?

Der eine oder andere erinnert sich: Vor vierzig Jahren kommt  „Krieg der Sterne“ ins Kino.
Mit dabei:  R2-D2, ein kleiner Roboter, der als Mechaniker im Raumschiff half. Auch heute wird Hilfe gebraucht. Technische Intelligenz könnte dort Einzug halten, wo früher keiner an einen Einsatz dachte: nicht in der Technik, sondern im Sozialen, im menschlichen Miteinander.
Tüftler entwickeln Technologien, die in den Pflegedienst gestellt werden könnten.
Für manche ist das Technik, die begeistert, auch weil Personal in der Pflege fehlt.

Pflegenotstand
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wies zwar zum Tag der Pflege darauf hin, dass die Zahl der Betreuungskräfte fast verdoppelt wurde. Doch allein in Hamburg, so Gewerkschaften und Experten, fehlen 2.000 Mitarbeiter für 13.000 pflegebedürftige Senioren in 144 Pflegeheimen, in Krankenhäusern sind über 4.000 Stellen frei. Der Bundestag konnte in einer Bundestagsdrucksache vom 17. Mai 2017 offiziell  lesen, dass 100.000 Pflegekräfte fehlen.  Bis 2030 könnte es eine  halbe Million sein – so die Bertelsmann-Stiftung. Dass diese Personallücke vom Kollegen Roboter geschlossen werden kann,  bleibt Utopie. Doch clevere Assistenz-Systeme, neudeutsch Ambient Assisted Living (AAL) können Pflegekräfte bei körperlich schweren Aufgaben entlasten. Dann wäre  womöglich mehr Zeit für das, was Pflege menschlich macht. Dabei ist die stationäre Pflege vom demografischen Wandel besonders betroffen, sowohl in der Altenpflege als auch im Krankenhaus: Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst, gleichzeitig findet der Job im Heim weniger Nachwuchs, weil die körperliche und psychische Belastung groß ist.

Vor diesem Hintergrund summt bei manchen  Forschungsprojekten Zukunftsmusik mit. Doch bei Europas Marktführer bei Industrierobotern klingt es realistisch. „Serviceroboter in Pflegeheimen und Krankenhäusern, die  durch die Übernahme einfacher logistischer Routinetätigkeiten dem Fachpersonal mehr Zeit für die pflegerischen Aufgaben verschaffen. Damit wird der Einsatz robotischer Komponenten in der Medizin ein immer wichtigerer Faktor zur Stabilisierung unseres Gesundheitssystems“, sagt Ulrike Kroehling. Die Sprecherin der KUKA Roboter GmbH nennt Bereiche des Gesundheitssystems, wo Roboter im Einsatz sind. Dazu zählen roboterbasierte Systeme zur Röntgenbildgebung, für die Strahlentherapie und zur Patientenpositionierung.

Roboter für Therapie und Diagnose
Doch nicht nur bei Therapie und Diagnostik, auch in der medizinischen und pflegerischen Logistik wirken Roboter und unterstützen das Personal bei einfachen Tätigkeiten wie dem Wäschetransport in Krankenhäusern und Altenheimen. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Haushalts- und Assistenzrobotik in Stuttgart testen einen Roboter, der Altenpflegekräfte unterstützen soll. Der Prototyp kann unter anderem kellnern und Memory spielen.  Kroehling verweist auf den Fachkräftemangel: „Körperlich anstrengende Tätigkeiten werden mit steigendem Alter der Mitarbeiter zunehmend problematisch. Automation wird eine Chance sein, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und wertvolle Fachkräfte bestmöglich einzusetzen.“

Roboter für Gefühle
Dabei ist die Pflege in Deutschland im internationalen Vergleich noch gut ausgestattet.  In Japan ist die Zahl der Alten höher als hier – also forscht Fernost intensiver danach, Pflegekräfte dank Roboter zu entlasten. Seit 2015 hat die bärenähnlich gestaltete Maschine „Robear“ Bärenkräfte, Patienten vom Bett in einen Rollstuhl zu heben – und Rückenschmerzen beim Pflegepersonal zu mindern. Vor über 20 Jahren entstand der robbenförmige Stoff-Roboter Paro. Er wurde erdacht, um demenzkranke Patienten oder autistische Kinder, die sich menschlicher Ansprache verschlossen, zu helfen. Paro reagiert auf Berührung und Ansprache mit eigenen Bewegungen (Augenlider, Extremitäten, Heben und Senken des Kopfes) und mit Lauten. Mit Paro sollen seelisches Wohlbefinden erzeugt, Stress reduziert und Einsamkeitsgefühle gelindert werden.

Robotik in der Pflege
Made in Germany sind zwei Zukunftsideen:  Das Fraunhofer-Institut forscht am Multifunktionspersonenlifter Elevon: Pflegekräfte fordern den Lifter elektronisch an, er kommt dorthin, wo er gebraucht wird, um Patienten beim Wechseln der Bettwäsche, beim Umsetzen auf einen Rollstuhl oder beim Baden zu heben.  Dank  Sensoren erkennt Elevon, was der Patient braucht. Mit dem Ludwigsburger Unternehmen MLR entwickelte das Fraunhofer-Institut  das fahrerlose Transportfahrzeug Casero 4. In der einfachen Version transportiert der Pflege-Wagen etwa Wäsche.

Aber technisch verbunden mit Serviceroboter Care-O-bot wird Casero zum Butler:  Er fährt auf Anforderung zum Einsatzort oder folgt dem Pflegepersonal und stellt Pflegeutensilien bereit. Die Steuerung erfolgt über Smartphone oder Touchscreen. Doch der Serviceassistent kann auch Patienten oder Heimbewohnern zu  Diensten sein: Zum Beispiel selbstständig an einem Wasserspender einen Becher holen, ihn füllen und zu einem gewünschten Ort transportieren. Oder er liefert Snacks, Getränke, Zeitschriften in Aufenthaltsräume oder direkt ans Bett. Der Hersteller sagt, der  Roboter sei 2017 „marktreif“.  Und die Anwender?
 

Roboter, Pflege, Hamburg
2016 lautete eine Frage beim 2. GeriNet-Symposium in Hamburg „Liegt die Zukunft der Alten in Roboterhänden?“  Das Thema wird also auch an der Elbe diskutiert. Zum Netzwerk GeriNet gehören sechs Geriatrien im Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg. Beim Symposium sprach  Prof. Dr. Gustav Pfeiffer (Neuroinformatik und Kognitive Robotik. Technische Universität Ilmenau, m&i Fachklinik Bad Liebenstein) zum Projekt „Roreas“.

Roboter Roreas holt Patienten auf dem Zimmer zum Gehtraining ab und folgt ihm, um die Lauf- und Trainingsleistung zu dokumentieren. Pfeifer  schaut nach vorn: „Roboter werden als wenig anspruchsvolle companions auftauchen. Hier gibt es noch starke ethische Vorbehalte. Sobald robotische companions in der realen Pflegewelt auftauchen, werden sie sich erledigen. Man wird sehen, robotische companions sind eine Bereicherung und sie können auch die humane Beziehungsarbeit unterstützen.“

Auch den Vorwurf, Roboter fühlen sich nicht ein,  lässt er pauschal nicht gelten: „Menschen begegnen selbst einfachsten geselligen Robotern gegenüber empathisch und das ist die wichtigere Hälfte der Beziehung. Da sich Roboter vorhersehbarer verhalten als menschliche Interaktionspartner, können demente Menschen mit ihnen Beziehungserlebnisse haben wie sonst nur mit sehr einfühlsamen und gut ausgebildeten Pflegekräfte. Die Mensch-Mensch-Interaktion ist kein Idyll.“

Noch sind Pflegeroboter in Deutschland nicht verbreitet.  Aber  auch Monitorsysteme, Deckenlifter oder elektronische Blutdruckmessgeräte waren vor Jahrzehnten noch bestaunt, wenden Visionäre ein. Die Praxis beschreibt Henning Schweer, Leitung Unternehmenskommunikation Pflegen und Wohnen Hamburg GmbH: „Unser Fokus als stationärer Träger liegt auf den Bereichen pflegeerleichternde Hilfsmittel, etwa digitale Transferhilfen und Aufstehbetten, sowie im Betreuungsbereich beim  Gedächtnistraining über Tablets oder beim Einsatz der Roboter-Robbe Paro in der Therapie Demenzkranker. Bei zukünftigen Bauvorhaben werden wir bei der Ausstattung den Einsatz digitaler Unterstützungssysteme wie elektrische Tür- und Fensteröffner prüfen. Internet/ W-LAN und mobile Endgeräte werden zur Dokumentation zukünftig selbstverständlich sein.“
Roboter sind für Henning nur sinnvoll, wenn sie in die Abläufe integriert werden können. Dazu sei eine enge Begleitung und Schulung der Mitarbeiter erforderlich. „Wichtig für eine nachhaltige Nutzung ist, dass sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Bewohner der Mehrwert deutlich wird.“ So wurde etwa geschult und je nach aktuellem Bewohnerbedarf genau  geschaut, für wen die  „Kuschelrobbe“ geeignet ist. „Ethische Gesichtspunkte spielen immer eine wichtige korrigierende Rolle, wenn Technik den Menschen ersetzen soll. Wenn Technik aber nicht als Ersatz, sondern zur Verbesserung der Hilfe eingesetzt wird, unterstützt eine ethische Diskussion eher den Prozess, als dass sie Grenzen aufzeigt.  Die Technik soll hier nicht Ersatz sein, sondern dort helfen, wo die Helfer selbst Grenzen finden oder entlastet werden können. Die Skepsis der Pflegekräfte selbst, die Maschine sei ja nicht fähig zur Fürsorge, verliert an Kraft. Das sagt auch Dr. Hartmut Clausen, Vorsitzender des Vorstandes, Hospital zum Heiligen Geist: „ Zur Zeit sind Roboter in der Pflege nicht nutzbar, was nicht bedeutet, dass deren Nutzung unmöglich ist. In einem solchen Fall könnten sie für eher körperliche Entlastung des Pflegepersonals dienen. Die Nutzung ist aber ethisch sensibel. Der persönliche Kontakt muss unverändert eine wesentliche Rolle spielen.“

Assistenzsysteme in der Pflege
Clausen verweist hier auf Pflege-Technik, die nicht als Roboter daherkommt und Pflegende wie Bewohner und Patienten eventuell verschrecken könnten. Hier geht es nicht um  Maschinenmenschen mit Greifarmen oder rollenden Augen, sondern um digitale Assistenzsysteme, die per Smartphone oder Mini-Computer bedient werden können: „Dazu gehören einerseits Systeme, die Sicherheit geben, indem sie beispielsweise Raumüberwachung gewährleisten und einen automatischen Notruf abschicken. Eine immer wichtigere Rolle wird aber auch die digital gestützte Kommunikation spielen. Bei einem längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden muss einer drohenden Vereinsamung vorgebeugt werden. Dazu können digitale Kommunikation über Ton und Bild sowie digitale Spiele beitragen, die man selbst spielt oder online mit dem Nachbarn.“

Damit verlassen Roboter und digitale Assistenten die stationäre Pflege. Sie halten vielmehr Einzug in den Alltag zu Hause – und damit in Konzepte, Älteren das Leben so lang wie möglich in eigenen vier Wänden zu ermöglichen.  Ein derartiges Ziel hat etwas das Projekt  Netzwerk GesundAktiv (NWGA). Dabei sind die Techniker Krankenkasse, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder die Uni Bielefeld – Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Forschungsabteilung für Klinische Geriatrie am Albertinen-Haus. „Ein Bestandteil des NWGA ist ein technisches Assistenzsystem, das alle Teilnehmer erhalten. Auf diesem Tablet-PC ist eine Unterstützungs- und Kommunikationssoftware vorinstalliert, mit der zum Beispiel im Notfall ein Notruf abgesetzt werden kann. Weitere Funktionen können Online-Videosprechstunden oder ein elektronischer Medikationsplan sein“, so die Leiterin der Landesvertretung Hamburg der Techniker Krankenkasse, Maren Puttfarcken.

Und weil jeder gute Helfer einen Namen hat, hat die dafür verantwortliche Firma Cibek aus Limburgerhof das Hilfssystem getauft. Es  heißt: Paul.  

Paul – Persönlicher Assistent für unterstütztes Leben
Paul ist Teil des Gesamtkonzeptes, das  auf die – krankheitsbedingten - Bedürfnisse älterer Menschen und deren Angehörige abgestimmt ist: Hat jemand Probleme mit dem Hören, fällt ihm das Telefonieren häufig schwer. Videotelefonie kann ein Gespräch ermöglichen, da die Defizite beim Hören durch Gestik und Mimik ausgeglichen werden können. Sind Ältere nicht mehr mobil, steigt das Risiko zu stürzen. Paul kann Situationen der Hilflosigkeit erkennen und einen Hilferuf auslösen. Oder fehlt die Kraft, den Rollladen per Hand zu heben, hebt und senkt Paul die Rollläden. Demenzpatienten vergessen den mobilen Hausnotrufknopf oder können in Not den Knopf nicht drücken? Der automatische Hilferuf unterstützt hier. Paul will auch helfen, indem er ein Lebensbuch anlegt: ein multimediales Bilderbuch, in dem Fotos, Texte, Musik und Videos zu einem individuellen Buch von Angehörigen oder Pflegern gestaltet werden können.

Je nach technologischer Ausstattung erlaubt der Assistent auch, dass Angehörige von außen in die  Wohnung schauen (sofern der Paul-Nutzer zustimmt):  Paul meldet, wann beispielsweise die letzte Bewegung in der Wohnung stattgefunden hat, ob das System betriebsbereit ist, ob der Nutzer aufgestanden ist. In naher Zukunft soll das Portal erweitert werden, sodass Angehörige einen gemeinsamen Kalender pflegen können oder auch Einstellungen vornehmen können, wie z. B. den Lieblings-Radiosender hinzufügen/ändern oder Internetfavoriten ergänzen. Jörg Richter, Ingenieur bei Cibek: „Die Integration von Robotik ist der nächste Schritt. So könnte das PAUL-Display auf einem Roboter angebracht sein und sobald jemand an der Haustüre klingelt oder ein Videoanruf eingeht, der Roboter das Display zum Nutzer bringen. Selbiges ist auch für eine erkannte Situation der Hilflosigkeit denkbar. Der Roboter bringt das Display zum Nutzer und dieser kann dann interagieren.“

Manches hört sich kompliziert an und steht vor – mindestens – zwei Problemen. Auf der einen Seite müssen ältere Menschen in der Lage sein, die Technik  zu verstehen. Auf der anderen Seite müssen Roboter im Pflegeheim oder digitale Assistenten zu Hause  bezahlt werden – wo schon heute Pflegeberufe  nicht reich machen. Da hilft die Einschätzung von Isabell Rosenberg, die bei der Zeitschrift aktion mensch ein Volontariat machte, 24 Stunden auf Assistenz angewiesen ist und sich Pflegeroboter vorstellen kann: „Ich denke, dass es noch eine Weile dauern wird, bis die Technik so weit ist. Und dann ist die Frage, wer sich so einen Roboter überhaupt leisten könnte. Schon jetzt ist es sehr schwierig, zum Beispiel für einen teuren Rollstuhl Unterstützung von den Krankenkassen zu bekommen.“

Physische Erleichterung und Gewinn für die Gesundheit

Dr. phil. habil. Hartmut Remmers, Universität Osnabrück, Fachbereich Humanwissenschaften, Fachgebiet Pflegewissenschaft, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) im Interview mit dem SeMa.

SeMa: Wie weit können digitale Technologien und Assistenzsysteme in der Pflege helfen?

Hartmut Remmers: Assistive Gesundheitstechnologien können zum Beispiel in Form von Liften körperlich stark belastende Arbeiten von Pflegefachkräften wie Heben, Tragen erleichtern. Darüber hinaus kann durch Technologien wie Erinnerungshilfen oder Navigationshilfen Menschen in ihrem direkten Wohnumfeld eine selbstständige Lebensführung länger ermöglicht werden. Technologien wie Lokalisations- und Stromsensoren oder Präsenz- und Bewegungsmelder, deren Daten übertragen werden, können Angehörige oder Pflegedienste informieren und ermöglichen eine Überwachung des Pflegebedürftigen. Ein Beispiel stellen

Beschleunigungssensoren dar, die am Körper getragen werden und im Falle eines Sturzes den Notdienst alarmieren. Einen anderen Fokus haben Videokommunikationssysteme, die Kontakt zu Angehörigen ermöglichen.

SeMa: Skeptiker kritisieren Assistenzsysteme: Keine Empathie, keine Fürsorge…? Wie sehen Sie das?

Hartmut Remmers: Ein entscheidendes Bewertungskriterium ist die persönliche Akzeptanz und Zustimmung. Die Akzeptanz ist abhängig von der Bedienbarkeit und der tatsächlich erzielten Erleichterung der Pflege. Bei AAL-Technologien (Ambient Assisted Living, d. Red.) besteht die Gefahr der Verletzung der Intimsphäre, der permanenten Kontrolle von Daten und ein nicht auszuschließender Missbrauch.

SeMa: Wo sind ethische Grenzen?

Hartmut Remmers: Unter ethischen Gesichtspunkten sind technisch geschaffene Möglichkeiten einer freien Entfaltung der Persönlichkeit sowie eine wahrscheinlich erhöhte Sicherheit von Leib und Leben positiv zu würdigen. Problematisch ist die Transparenz der Privat- und Intimsphäre. Bezüglich der Robotik ist zu sagen, dass physische Erleichterungen einen hohen Gewinn für die Gesundheit darstellen. Beim Einsatz von Tracking-Systemen (Nachverfolgung, d. Red.) zur örtlichen Kontrolle sollte bedacht werden, dass auch bei Demenzkranken ein Eingriff in ein Persönlichkeitsrecht, die Bewegungs- und Handlungsfreiheit verbunden ist. Bezüglich des Emotionsroboters Paro  könnte die künstliche Erzeugung von Gefühlszuständen, der Täuschungscharakter und eine eventuell verbundene Entwürdigung problematisiert werden. Ethisch nicht mehr vertretbar wäre, wenn dadurch ein menschlich fürsorgliches Umfeld in beträchtlichem Umfang ersetzt werden soll. Der Einsatz technischer Assistenzsysteme in größerem Umfang ausschließlich zum Zwecke der Einsparung von Personal ist zurückzuweisen.
Eine Kultur der Fürsorge könnte Schaden nehmen.     

 

Dr. H. Riedel © SeMa