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Hier kommt der „Digitale Engel“

Bankgeschäfte, Behörden aber auch das Kommunizieren oder Einkaufen – das Leben wird digital. Viele ältere Menschen sind damit überfordert. Hier hilft das Infomobil „Digitaler Engel“.

Sogar die Bundesministerin für Familie, Frauen, Senioren und Jugend ist so von dem Projekt überzeugt, dass sie sehr gern die Schirmherrschaft übernommen hat. Also setzt sich Dr. Franziska Giffey verstärkt für das Infomobil „Digitaler Engel“ ein, das ab sofort bundesweit jährlich mehrere Orte anfahren soll. Dabei stehen der Aktion, die von „Deutschland sicher im Netz e.V.“, kurz DsiN, ins Leben gerufen worden ist, an den einzelnen Haltepunkten auch lokale Einrichtungen zur Seite. Das können etwa Seniorengruppen oder Anlaufstellen für Senioren sein, wie lokale Seniorenclubs, Begegnungsstätten, kirchliche oder andere Treffpunkte, Mehrgenerationenhäuser oder ähnliches.

Online-Hilfe für ältere Menschen

„Gerade für ältere Menschen in ländlichen und strukturschwachen Regionen bietet die Digitalisierung zahlreiche Chancen. Der Digitale Engel hilft konkret im Dialog, Möglichkeiten der digitalen Teilhabe aufzuzeigen und Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien zu vermitteln“, erklärt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. Bei DsiN handelt es sich um einen kompetenten Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen, wenn es um konkrete Hilfestellungen für IT- Sicherheit geht. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und bundesweiten Partnern betreibt der Verein zahlreiche Projekte, in denen es um einen sicheren Umgang mit den digitalen Bereichen geht. Mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat konnte DsiN einen öffentlich präsenten Schirmherren finden, dem der sichere Umgang mit IT und Medien ebenso wichtig ist.

Konkrete Fragen zur Digitalisierung

So gehört das Projekt „Digitaler Engel“ dann auch als Bestandteil zu der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung, um den digitalen Wandel verantwortungsvoll mitzugestalten. Online einkaufen, mit der Außenwelt kommunizieren – zum Beispiel auch mit Ärzten, Apotheken, Physiotherapeuten und anderen Diensten, was gerade für Seniorinnen und Senioren wichtig ist – aber auch über das Netz Spiele spielen, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften lesen und vieles mehr; das Infomobil bietet Hilfe bei konkreten Fragen rund um die Digitalisierung.

Bundesweit kostenfreier Service

Experten informieren ältere Menschen zur sicheren Nutzung digitaler Möglichkeiten. „Drei Digitalexperten reisen wechselweise mit einem Infomobil durch Deutschland und treten mit Seniorinnen und Senioren im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen in den persönlichen Kontakt, um sie über die Möglichkeiten der Digitalisierung zu informieren“, so Dr. Michael Littger über den Service. Damit er von möglichst vielen Personen und Einrichtungen in ganz Deutschland genutzt werden kann, steht er kostenfrei zur Verfügung.

Experten aus der Online-Branche  

Bei den Digitalexperten, die das Infomobil bundesweit begleiten, handelt es sich um kompetente und erfahrene Spezialisten ihres Faches: Hagen Lindner (32), Monika Schirmeier (35) und Jürgen Schuh (52) sind die „Digitalen Engel“. Alle drei Fachleute haben sowohl Studienabschlüsse als auch praktische Erfahrungen mit den Themen Digitalisierung und Internetsicherheit. Außerdem setzen die drei sich ehrenamtlich für Seniorenprojekte ein oder arbeiten als zertifizierte Internet-Medien-Coaches beispielsweise an Volkshochschulen oder für die Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz. Mit dem Infomobil „Digitaler Engel“ sind die Fachleute bundesweit bereits seit November 2019 unterwegs und wollen bis zum Juni 2020 insgesamt 480 Orte in allen 16 Bundesländern angefahren haben. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigen auch aktuelle Zahlen: 17,88 Millionen Menschen im gesamten Deutschland sind derzeit 65 Jahre und älter. Bei einer Lebenserwartung von 78,5 Jahren (Männer) und 83,3 Jahren (Frauen) hat gerade diese Zielgruppe noch eine Menge freie Zeit, online zu gehen und die vielen Möglichkeiten des digitalen Lebens zu nutzen.

Wie kommt der „Digitale Engel“ nun zu Ihnen?

Informationen und Anfragen unter www.digitaler-engel.org oder per E-Mail an info@digitaler-engel.org    

Alexandra Petersen © SeMa