Schrift ändern:AAA

Freude im Briefumschlag

Ein Brief von mir – an einen Menschen im Quartier

Katharina Schröder, Alsterdorf Assistenz-Ost, dernauer treff

Fotos ©Quartierstauben 

Mit dem Projekt „Quartierstauben“ können alle WandsbekerInnen älteren Menschen eine Freude machen. „Durch die strengeren Einschränkungen seit Anfang November werden in vielen Pflege-Einrichtungen die Gemeinschaftsaktivitäten erneut für Wochen eingestellt,“ berichtet Pastor Jan Simonsen vom Quartiersnetzwerk „ZusammenWir! Hinschenfelde-Wandsbek“. „Auch die Menschen, die Unterstützung durch die Alsterdorf-Assistenz-Ost bekommen, leiden unter ähnlichen Einschränkungen“, ergänzt Katharina Schroeder vom „dernauer treff“.

„Mit einem selbstgeschriebenen Brief kann jede und jeder einen von Einsamkeit bedrohten Menschen aufmuntern und ihm einen schönen Tag schenken. Deshalb wurde die Gemeinschaftsaktion „Quartierstauben“ von 13 Vereinen und Einrichtungen ins Leben gerufen. „Wir sorgen dafür, dass die Briefe, die an die „Quartierstauben“ geschickt werden, die Adressaten in den Pflegeheimen oder die von ambulanten Pflegediensten betreuten Menschen erreichen. Mit den Quartierstauben kann jeder die Mauern der Abschottung überfliegen und Freude vermitteln,“ ergänzt Hildegard Stahlberg vom Kultorhaus am Eichtalpark „Die Idee ist ganz einfach: Sie schicken uns Briefe – wir verteilen sie an Senioren und Seniorinnen und gemeinsam machen wir ihnen eine Freude,“ so bringt es HASPA Zweigstellenleiter Rüdiger Hahnkow auf den Punkt.

Die Briefe können inspirierende Gedichte und Geschichten enthalten, Mut machende Erlebnisse, aufbauende Gedanken, gemalte oder fotografierte Bilder und was dem Briefschreibenden sonst noch einfällt, wie man Jemanden in der jetzigen Zeit aufmuntern und helfen könnte.  
Die Aktion wird bis zum Jahreswechsel fortgeführt, um in der Lockdown-Zeit Menschen miteinander in Verbindung zu bringen. Gerade im Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit und die Festtage zum Jahreswechsel würden die Initiatoren gerne viele Briefe an ältere Menschen verteilen, bzw. von den Mitarbeitenden der Heime und der ambulanten Pflege verteilen lassen, um Trost und Stärkung zu vermitteln. Deshalb rufen sie die Wandsbeker zum Briefe-Schreiben auf.

Dabei ist es natürlich dem Briefschreiber überlassen, ob er seine Kontaktdaten und seine Absender-Adresse angeben möchte. Man kann den Brief also auch anonym verschicken, aber bestimmt freuen sich einige Senioren und Seniorinnen, persönlich antworten zu können und es kann sich eine schöne Brieffreundschaft entwickeln.

Es sollte selbstverständlich sein, dass keine unangemessenen Inhalte verwendet werden. Sensible Themen, wie Krieg und Politik sollten vermieden werden.

Wenn Schulklassen oder Gruppen sich beteiligen und mehrere Briefe in einem Umschlag versenden möchten, dann sollte das außen auf dem Brief vermerkt werden, damit der Brief vom Team geöffnet wird; ebenfalls, wenn der Brief an die Organisatoren gerichtet ist.

Briefe können per Post verschickt oder persönlich eingeworfen werden:

Quartierstauben c/o BotanischerSondergarten, Walddörferstraße 273, 22047 Hamburg

Außerdem haben viele der teilnehmenden Netzwerkpartner an ihren Briefkästen das Logo der Quartierstauben angebracht und signalisieren damit, dass auch sie die Briefe annehmen:

Die HASPA am Friedrich-Ebert-Damm und in der Lesserstraße; die teilnehmenden Kirchengemeinden (Tonndorf, Emmaus St. Stephan und Kreuzkirche).

Das Projekt Quartierstauben soll in diesem Jahr den „Lebendigen Adventskalender“ ersetzen, den das Netzwerk „ZusammenWir! Hinschenfelde-Wandsbek“ im Dezember 2019 initiiert hat, um Nachbarn miteinander in Kontakt zu bringen.

Wer die Quartierstauben mit Ideen und Materialien oder finanziell unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.

Kontakt und Koordination: Katharina Schroeder und P. Jan Simonsen (mail@quartierstauben.de).

Analyse Cookies

Diese Cookies ermöglichen eine anonyme Analyse über deine Webseiten-Nutzung bei uns auf der Seite

Details >Details ausblenden