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Kurt Weill Fest in Dessau

Kurt Weill, am 2. März 1900 in Dessau geboren und am 3. April 1950 in New York gestorben, ist einer der bedeutendsten Repräsentanten einer durch Aufbruch wie durch schreckliche Ereignisse geprägten Zeit.

Von der Nazidiktatur verfolgt, floh er von Berlin über Paris nach New York – und wurde von einem der erfolgreichsten Komponisten Deutschlands zu einem der erfolgreichsten Komponisten am legendären Broadway. Seine Lieder und Songs bewegten und bewegen bis in die Gegenwart eine Vielzahl von Künstlern aller Musikrichtungen. Größen wie Frank Sinatra, Louis Armstrong, Marianne Faithfull, Robbie Williams, Nick Cave oder Marilyn Manson haben sich Weills Kompositionen gewidmet. Stücke wie „Die Moritat von Mackie Messer“, den „Alabama Song“ oder den „September Song“ wurden auf diese Weise neu interpretiert und halten das Erbe Kurt Weills lebendig. Er war dabei ein Grenzgänger zwischen den Stilen und Genres und fand dabei eine wunderbare Balance zwischen ernsthaften und unterhaltenden Elementen.  Im Spätsommer 1991 reisten Vertreter der Kurt Weill Foundation for Music in New York, die das Erbe des Komponisten verwalten, für erste Gespräche nach Dessau. Ziel war es, die Pflege des Kurt-Weill-Erbes in der Geburtsstadt des Komponisten voranzutreiben und gemeinsam ein Festival zu gründen.

Die Kurt-Weill-Gesellschaft e.V. wurde daraufhin am 11. September 1993 in Dessau gegründet und hat sich laut Satzung zur Aufgabe gestellt, „das Andenken Weills in seiner Geburtsstadt auf jede geeignete Weise zu erhalten“.

Der Verein veranstaltet seit 1994 jährlich das Kurt-Weill-Fest, das sich inzwischen zum überregional beachteten Festival der klassischen Moderne entwickelt hat. Vor 26 Jahren begann das Festival mit elf Veranstaltungen an vier Tagen und 1.400 Besuchern. Über die Jahre hat es sich zu einer beständigen Größe im Festivalkalender Deutschlands entwickeln können und zählte bei seiner letzten Auflage 20.500 Besucher an 17 Tagen bei knapp 50 Veranstaltungen. Das Festival präsentiert sich dem regionalen und überregionalen Publikum in einem facettenreichen Panorama aus Sinfonik, Oper, Musical, Kammerkonzert und Literarisch-Musikalischem Programmen zu Kurt Weill und seinen Zeitgenossen.

Vom 1. bis zum 17. März 2019 wirft das Kurt-Weill-Fest mit dem Motto „Mut zu Erneuerung“ im Bauhaus-Jahr 2019 ein Schlaglicht auf 100 Jahre „Die Welt neu denken“. Gleichzeitig wird nicht vergessen, dass Kurt Weill hauptsächlich für die Bühne gearbeitet hat: Die Wiederaufnahme der gefeierten „Dreigroschenoper“ im Anhaltischen Theater Dessau zollt dem Tribut. Das vor 90 Jahren uraufgeführte Erfolgsstück zeigt, wie Weill im musikalischen Theater die Avantgarde bildete, die auf dem Feld von Formgestaltung, Architektur und Malerei die Bauhaus-Meister prägten. Dabei gilt auch heute, dass Erneuerung und kreatives Denken die Garanten einer dynamischen Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens sind, das sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen muss.

In den weiteren Konzerthighlights sind große Namen wie Ute Lemper, Katja Riemann, Frank London, Katharina Thalbach,
Nils Landgren, internationale Klangkörper wie das Swing Dance Orchestra mit Andrej Hermlin sowie viel beachtete
Instrumental- und Vokalensembles zu hören. Erleben auch Sie das klingende Denkmal für Kurt Weill in Sachsen-Anhalt.
Weiterführende Informationen & Kartenservice: 0341-14 990 900 oder unter www.kurt-weill-fest.de.

Seien Sie beim Kurt-Weill-Fest 2019 dabei

Ganz besonders möchten wir Ihnen den Besuch von „Bei mir bist du schön –Jews and Jazz“ mit dem wunderbaren Andrej Hermlin und seinem gefeierten Swing Dance Orchestra am Donnerstag, 14. März 2019 im Anhaltischen Theater Dessau empfehlen. Freuen Sie sich auf Originalarrangements amerikanischer, deutscher und sowjetischer Orchester der 1930er und 1940er Jahre. Für diese Highlightveranstaltung verlosen wir auf der Rätselseite 2 Eintrittskarten inklusive einer Übernachtung (vom 14.03. bis 15.03.19) mit Frühstück im Doppelzimmer des „Radisson Blu Fürst Leopold Hotels“ (4 Sterne) in Dessau, welches sich direkt im Zentrum der Bauhaus-Stadt, gegenüber vom Anhaltischen Theater befindet.