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Hamburger Kammerspiele präsentieren

Der Ghetto Swinger – aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann

Im Januar 2018 ist Coco Schumann im Alter von 93 Jahren verstorben. Ihm zu Ehren und in Erinnerung an einen großen Musiker und Holocaust-Überlebenden haben die Hamburger Kammerspiele den Abend letztmalig ins Programm genommen.

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen „Swing-Kids“, Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellten.
Und plötzlich findet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der „Ghetto-Swingers“. In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben.

Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder spielen, und er nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen.

Vorstellungen: 21.11. bis 01.12.2018, Karten unter www.hamburger-kammerspiele.de
oder Tel. 040 41 33 44 0