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Drei Tage „Historischer Jahrmarkt“

... im Freilichtmuseum am Kiekeberg

(pi) Zuckerwatte, Konzertorgel und Spielbuden – mit allen Sinnen lockt der „Historische Jahrmarkt“ die Besucher von Freitag bis Sonntag, dem 1. bis 3. Oktober, zum Freilichtmuseum am Kiekeberg in 21224 Rosengarten. Das Museumsgelände verwandelt sich in einen Rummelplatz von 1900 bis 1960 – mit nostalgischen Fahrgeschäften, Spielbuden und Leckereien. Der Eintritt ist von 10 bis 18 Uhr möglich und kostet 9 Euro für Erwachsene, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. Einzelne Attraktionen erheben zusätzliche Kosten.

Es herrscht buntes Jahrmarktstreiben: Der Duft von Schmalzgebäck liegt in der Luft und auf den Karussells jubeln Kinder: Am Kiekeberg schwingen sie auf der Schiffschaukel und sausen mit dem Kettenfliegerkarussell durch die Luft. Besucher jedes Alters messen ihre Kräfte bei historischen Jahrmarktsspielen wie „Hau- den Lukas“. Die Schaubuden, Zauberer und Puppentheater unterhalten die Menschen mit Illusionen und Geschichten.
Der Jahrmarkt war schon früher ein Ort des Glücks im grauen Alltag. Aus den Waren- und Krammärkten im Mittelalter, bei denen sich die Menschen mit Dingen des täglichen Lebens versorgten, haben sich reine Vergnügungsmärkte entwickelt. Ihre Termine waren mit dem Kirchenjahr verknüpft und auf dem Land oft in der Zeit nach der Ernte. Der Herbst bot Gelegenheit zum Essen, Trinken und Tanzen. Das „fahrende Volk“ unterhielt die Marktbesucher mit Musik, Theater, Akrobatik, Tierschau und neuen Erfindungen. Die erste Kinovorführung fand 1896 auf Jahrmärkten statt. Ab 1900 nahmen die Fahr-, Geschicklichkeits- und Belustigungsgeschäfte zu. Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Deutschland eine florierende Karussellindustrie. Ein erfolgreicher Vertreter war der Karussellkönig“ Hugo Haase aus Winsen/Luhe.

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