Schrift ändern:AAA

Die Kempowski-Saga im Altonaer Theater

„Ich möchte Archiv werden.“ – so soll Walter Kempowski als Kind gesagt haben. Er ist Autor und Chronist geworden. Das Altonaer Theater hat seine stark autobiografisch geprägten Romane der Deutschen Chronik für die Bühne bearbeitet und erzählt anhand des Schicksals der Familie Kempowski die Entwicklung der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts als einen Prozess, der bis ins 21. Jahrhundert fortwirkt.

(pi) Unter der Regie von Axel Schneider wurde der neunbändige Romanzyklus in vier Teilen auf die Bühne gebracht: Aus großer Zeit, Tadellöser & Wolff, Ein Kapitel für sich, Herzlich willkommen. Die Inszenierungen der Kempowski-Saga wurden mit dem Barbara Kisseler Theaterpreis 2019 für die Spielzeit 2019/20 ausgezeichnet: „Getreu seinem Motto ‚Wir spielen Bücher‘ hat sich das Altonaer Theater an ein literarisches Monumentalwerk gewagt. Mit seiner vierteiligen Theaterfassung hat Intendant Axel Schneider ein außergewöhnliches Zeitdokument auf die Bühne gebracht, das mit großem erzählerischen Bogen, prägnantem szenischen Zugriff und glaubwürdigen Charakteren deutsche Geschichte in deutschen Geschichten aufspürt.“
 

Kempowski-Wochenende

Im Herbst findet im Altonaer Theater ein Kempowski-Wochenende statt. Am 19. und 20. Oktober werden noch einmal alle vier Teile der Saga auf die Bühne gebracht. Zu den vier Eintrittskarten ist außerdem für beide Abende ein Abendessen im Café Oelsner sowie je ein Getränk und die Garderobe buchbar. Tickets unter: 040/39 90 58 70. Weitere Infos finden Sie unter www.altonaer-theater.de.