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„THE VOICE SENIOR“ mit einer sensationell hohen Einschaltquote!

Zum ersten Mal gab es im Fernsehen eine Castingshow für Senioren. Das Menschen im Alter über 60 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehören, bewiesen die Sängerinnen und Sänger dieser drei Sendungen, die über SAT 1 ausgestrahlt wurden. Die Auswahl der Titel erstreckte sich von Heavy Metal über Rock und Chansons bis zu Opernarien.

Es war eine große Freude, den Liedern der jung gebliebenen Ü60ern zuzuhören und ihre Liebe zur Musik mitzuerleben. Über 700 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 60 und über 80 hatten sich angemeldet. 32 waren es dann, die zu den Übertragungen ausgesucht worden. Ins Finale wählten dann die Zuschauer noch vier Teilnehmer. Sie kamen aus Trappenkamp in Schleswig Holstein, Düsseldorf, Stuttgart und München. Der in München lebende 64-jährige Dan Lucas gewann mit 70,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen mit seiner Pophymne „You`re the Voice“ die erste Staffel der Ü60-Musikshow.

Mit diesem Titel begeisterte er bereits in der ersten Ausstrahlung die Coaches und entschied sich für das Team des Hamburger Sängers Sasha. Dieser erklärte nach der Sendung: „Es ist so krass, was Dan stimmlich abliefert, das würde ich auch gern können. Ich freue mich tierisch über seinen Sieg.“ Aber nicht nur Sänger Sasha lebt in unserer Hansestadt, sondern auch Geff Harrison, einer der Ü60-Jährigen, der sich für „THE VOICE SENIOR“ anmeldete. Mit seiner Vitalität und einmaligen Reibeisenstimme begeistere der 72Jährige die Choaches und alle vier Stühle drehten sich um. Geff schied allerdings kurz vor dem Finale aus. Der gebürtige Engländer lebt seit 40 Jahren in Hamburg. Die Liebe zog ihn damals hierher. Er ist nicht nur Sänger, sondern auch Komponist und Produzent. Er war Leadsänger mehrerer bekannter Bands. Wenn er den Erfolgstitel von Rod Steward „Saling“ seinem Publikum präsentiert, fliegen ihm die Herzen der Zuschauer zu, und der Applaus ist garantiert.
Im DELPHI-Showpalast wird er demnächst in einem Musical zu sehen und zu hören sein. Sein Tipp, um fit zu bleiben: „Man muss immer Freude haben an den Dingen, die man tut, und sich ein Hobby suchen.“

Dan Lucas, der Sieger von „THE VOICE Senior“, im Interview:

Hatten Sie selbst die Idee, sich bei SAT 1 zu bewerben?

Zuerst hatte mich meine Kollegin, die Sängerin Angelika Mann, auf die Sendung aufmerksam gemacht und mir geraten, mich doch zu bewerben. Ich wollte es zuerst nicht. Als Angelika nicht locker ließ, schickte ich dann doch meine Bewerbung ab und habe es nicht bereut.

Wie war die Atmosphäre bei den Sendungen?

Super. Alles war sehr gut organisiert, was nicht einfach war, denn wir waren ja am Anfang viele Bewerber. Auch die Stimmung bei den Coaches und zwischen den anderen Teilnehmern war sehr harmonisch und lief professionell. Die gesamte Zeit, die wir in  Berlin verbrachten, hatte mir sehr, sehr gut gefallen.

Wie war die Resonanz auf Ihren Sieg?

Die war sensationell. Besonders gefreut hat es mich, dass mein Coach Sasha sich gleich bei mir meldete und ankündigte, mit mir diverse gemeinsame musikalische Projekte zu verwirklichen. Ich habe viele Mails und Telefonate bekommen. Es gab Gespräche über Zukunftspläne, aber bisher kann ich noch nichts Konkretes berichten. Auf jeden Fall tut sich was 2019.

Was wünschen Sie sich von dem Jahr 2019?

In erster Linie Gesundheit und dass sich der Aufwand gelohnt hat, der mit den Sendungen von „The Voice Senior“ verbunden war. Ansonsten ist alles gut. Wenn alles so weiter geht, ist alles super.

Sie feiern im März Ihren 65. Geburtstag und kommen ins Rentenalter. Wird sich da etwas in Ihrem Leben ändern?

Bestimmt nicht. Man kann doch nicht mit einer Leidenschaft aufhören. Solange ich mich bewegen kann und lebe, werde ich auf der Bühne sein.

Haben Sie einen Tipp für Senioren, wie sie aktiv bleiben können?

In meinem Hauptberuf bin ich Lehrer und war immer mit Schülern und jungen Menschen zusammen. Es hält fit, wenn man sich mit Jugendlichen abgibt und ihnen die eigenen Erfahrungen übermitteln kann. Musik zu machen hält automatisch jung. Ich mache viel Sport, gehe schwimmen und laufen. Auch meine beiden elf-und zwölfjährigen Enkelkinder halten mich auf Trapp. Und die Auftritte mit meiner Band sind auch kein Pappenstiel, dabei rockt es ganz schön.

Sie sind der Frontman der Band „Helter Skelter“. Was bedeutet dieser Name?

Das ist der Name eines Beatles-Songs und bedeutet sinngemäß „mal drunter, mal drüber“, also eine Achterbahnfahrt durchs Leben. Das ist ein guter Titel für eine Band, die Klassikrock spielt. Und spiegelt auch ein bisschen mein Leben wider, welches auch Höhen und Tiefen hatte.

Werden Sie auch in Hamburg auftreten?

Wir stehen dafür noch in Verhandlungen. Sieht aber gut aus. Hamburg liebe ich sowieso. Ich habe in dieser Stadt einen Menschen, den ich sehr mag, Udo Lindenberg. Wir haben uns des Öfteren getroffen und halten die Verbindung. Mit unserer Band werde ich 100-prozentig nach Hamburg kommen.

Marion Schröder © SeMa, Fotos © SAT.1/André Kowalski