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Bezirkssenioren-Beirat Wandsbek

... lässt die Senioren nicht allein!

Schon vor der Corona-Pandemie fühlten sich viele Seniorinnen und Senioren einsam und allein. Jetzt haben die zusätzlichen Ausgangsund Aufenthaltsbeschränkungen soziale Kontakte weiter reduziert und damit die ältere Generation ganz besonders stark getroffen.

Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt, sobald es mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen möglich ist, unsere Senioren wieder besuchen und Ihnen unsere Wertschätzung durch den intensiven, sozialen Kontakt mit ihnen ausdrücken. Darüber sind sich die Mitglieder des Bezirkssenioren­-Beirat Wandsbek einig.

In ihrem jetzt an die Bewohner von Pflegeeinrichtungen verteilten „Wandsbeker Senioren-Brief“ regen Sie zum Beispiel an, bei einem solchen Besuch wieder einmal ein Fotoalbum zur Hand zu nehmen.
Dann leuchtet die eigene Kindheit wieder auf, die ersten Erfolge und die schönen Urlaubsreisen, die Hochzeitfotos, die Bilder unserer Kinder, als sie noch klein waren, Erinnerungen an die vielen Menschen, die uns nahestanden. Beim Betrachten baut sich eine Brücke vom Gestern zum Heute bis zum hoffnungsfrohen Morgen auf.

Einsamkeit – ein Problem, dass uns alle angeht

Die Zahl der einsamen Menschen im Alter wird weiter steigen – ohne Partner, ohne Freunde, ohne persönliche Kontakte. Deshalb wird über Armut und Krankheit im Alter viel diskutiert, aber noch ist Einsamkeit ein Tabuthema. Dabei kann die soziale Isolation bei älteren Menschen erhebliche negative Auswirkungen haben, sowohl in körperlicher als auch in seelischer Hinsicht, ist der Bezirkssenioren-Beirat überzeugt. Besuche und Gespräche hingegen halten Seniorinnen und Senioren geistig fit und mit Kontakten fühlen sie sich sicherer.

„Unser Appell an Familienangehörige, Nachbarn und Bekannte: Nutzen Sie die Zeit – rufen Sie besser heute als morgen ihre Senioren und Seniorinnen an und besuchen Sie sie. Auch vor der Corona Pandemie haben nicht alle Familien den Kontakt zur älteren Generation gepflegt, aber vielleicht hat diese extreme Zeit bei einigen zu einem Umdenken geführt und sie besinnen sich jetzt auf die eigentlich wichtigen Werte unserer Gesellschaft“, lautet der Rat.

Die Besuchsverbote und Kontaktsperre für stationäre Pflegeeinrichtungen waren in der Hochphase der Corona Pandemie eine Notwendigkeit, um die Seniorinnen und Senioren zu schützen. Seit kurzem sind Besuche unter strengen Vorschriften und Eigenverantwortung in den Einrichtungen wieder möglich. Der Bezirksseniorenbeirat unterstützt den Wunsch vieler Bewohnerinnen und Bewohner, zusätzliche Möglichkeiten für Besuche, zum Beispiel im Außenbereich zu ermöglichen.

Hilfreich ist es auch, die Pflegeeinrichtungen mit WLAN auszustatten, damit die Senioren mit ihren Angehörigen über das Internet kommunizieren können, schlägt die Seniorenvertretung vor.

Wichtig sei es jedenfalls, die ältere Generation wieder in die Mitte unserer Gesellschaft zurückzuholen und ein Zeichen für Solidarität und Wertschätzung sowie gegen Einsamkeit und Isolation zu setzen, darin ist sich der Bezirkssenioren-Beirat einig.

Seine Mitglieder befördern diesen Vorsatz aktuell mit zwei Aktionen:

• Ruft uns an!

Unter den Rufnummern 040 – 4 28 81-36 38 (Frau Weldemann) und 040 - 75 06 90 03 (Herr Hurtz) bietet der Bezirkssenioren-Beirat ein Kontakt- und Austauschangebot. Motto: „Wir können derzeit keine Besuche machen, aber wir können die Sorgen und Nöte der Anrufenden teilen“.

• Wandsbeker Senioren-Brief

Dieser erscheint Mitte Juni und soll die Bewohner in den Pflegeeinrichtungen in unterhaltsamer Form von deren Alltagssorgen ablenken.

Fotos: privat