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OMY Yoga im Alter – kein Luxus mehr!

Lange mobil und unter Leuten durch Senioren-Yogakurse

OMY Yoga? Ist das Yoga für Omis? – oder wofür steht OMY? – fragt sich vielleicht der eine oder andere, der zum ersten Mal über diesen Begriff stolpert. „OMY bedeutet ‚Oh my Yoga!‘“, sagt Cornelia Brammen, Vorstand des Vereins Yoga für alle in Hamburg. „Alle“ bedeutet in diesem Zusammenhang Senioren im Alter von sechzig und mehr Jahren und mit einer sehr kleinen Rente. Denn das ist das Besondere an OMY!-Yoga: Die Kurse sind für Menschen, die sich keine teuren Kurse leisten können; die Teilnahme ist für die Senioren fast kostenlos.

Für einen einmaligen Beitrag von fünf Euro gibt es acht bis zehn Einheiten OMY! Eine Einheit umfasst etwa 75 Minuten. Das Geld bekommt das Haus, das den Raum sowie Wasser und Tee für den Kurs stellt. Aktuell gibt es sechs OMY!-Yoga-Kurse in Hamburg, und es werden immer mehr. Bei OMY! mitmachen können Menschen 60+, die eine kleine Rente (bis 1300 Euro) und/oder körperliche Einschränkungen haben. Das Angebot ermöglicht Teilhabe an Gesundheitsfürsorge durch Yoga. Außerdem fördert es die Mobilität. Speziell ausgebildete Seniorenyoga-Lehrerinnen, die mehrere Jahre Unterrichtspraxis mit Menschen 60+ nachweisen können, unterrichten. Die TeilnehmerInnen tragen bequeme Kleidung, eine spezielle Funktionskleidung ist nicht nötig. Geübt wird auf dem Stuhl oder auf der Matte.  „OMY! sind Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen), Meditation und Chanten (Mantrensingen)“, erklärt Brammen, selbst Kundalini-Yogalehrerin Stufe 1 und 2 und seit 32 Jahren praktizierende Yogini. „Es ist Bewegung im Atem und für den Körper, angepasst an ein Durchschnittsalter von 80 Jahren. Denn so alt sind die Teilnehmenden.“ Brammen weiter: „OMY! ist ganzheitlich und bezieht Körper, Geist und Seele in das Üben mit ein, stellt die Verbindung der TeilnehmerInnen zu sich selbst her. Yoga = Verbindung“, so die 56-Jährige.

In drei SeniorInnen-Einrichtungen wird OMY! zurzeit angeboten. Aufgrund der großen Nachfrage wurden nach der ersten Infoveranstaltung im Januar im Hartwig-Hesse-Quartier in St. Georg gleich zwei Kurse eingerichtet. Ebenso im August im Max-Brauer-Haus in Bramfeld und im September im Martha-Haus in Rahlstedt. 52 interessierte SeniorInnen waren dort zur Info-Veranstaltung gekommen. 32 von ihnen meldeten sich gleich im Anschluss für den neuen Kurs, der in der folgenden Woche startete, an. „Ich bin begeistert, dass es Yoga für ältere Menschen nun auch in Rahlstedt gibt. Ich habe schon nach der ersten Stunde gemerkt, wie gut es mir tut, mit anderen etwas zusammen zu machen. Ich fühle mich nicht überfordert und bin sicher, dass es sich sehr günstig auf meine Stimmung und einige altersbedingte Beschwerden auswirken wird“, sagt Sonja, 77, Teilnehmerin der Informationsveranstaltung in Rahlstedt. „Ich schwimme und walke zwar, mache auch Gymnastikübungen für mich alleine, aber auf das tiefe und bewusste Atmen achte ich immer zu wenig und möchte es mehr in meinen Alltag und meine Arbeit am Computer einbauen.“

Die Initiative für OMY! geht von der Stiftung Generatio- nen-Zusammenhalt aus. Gründerin und Geschäftsführung Christine Worch setzt sich seit vielen Jahren mit ihrem Projekt Kulturistenhoch2 für die Teilhabe von Menschen mit geringfügigen Einkommen an Kultur und Gesellschaft ein. „Yoga ermöglicht Mobilität und Teilhabe bis ins hohe Alter. Deshalb unterstützen wir OMY! und bringen es in alle Hamburger Bezirke“, so Worch. Yoga für alle e.V. finanziert und organisiert soziales Yoga für Menschen in der Obhut staatlicher oder sozialer Einrichtungen.

Kontakt/weitere Infos: Yoga für alle e.V., Cornelia Brammen, Vorstand, Mobil: 0163/70 80 91 4, Mail: vorstand@yogahilft.com, Web: www.yoganacht.de & www.yoga-fuer-alle-ev.com

Stiftung Generationen-Zusammenhalt mit Sitz in Hamburg, Christine Worch, Geschäftsführung, Mobil: 0179/45 30 51 8 Mail: post@stiftung-generationenzusammenhalt.org, Web: www.stiftung-generationenzusammenhalt.org

Corinna Chateaubourg © SeMa