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Hamburger Schlaganfall-Webinar

Nach einem Schlaganfall gut leben, so kann es gelingen!

Schlaganfälle gab es schon vor 7.000 Jahren. Davon zeugen Schädelfunde mit gut verheilten Zeichen von Schädelöffnungen, die für Druckentlastung und Heilung sorgten. Heute hat man modernere Mittel der Behandlung.

Die Frage, die sich aber bis heute stellt: Wie kann man nach überstandenem akutem Schlaganfall möglichst gut weiterleben und welche Hilfen gibt es? Im dritten Teil des Schlaganfall-Webinars geben drei Experten zu ganz unterschiedlichen Lebensbereichen Auskunft:

Grenzen überschreiten

In Deutschland gibt es rund 2,6 Millionen pflegende Angehörige; mehrheitlich Frauen. Sie leisten die Pflege zusätzlich zu ihren Aufgaben in Familie, Gesellschaft und Beruf. Pflegende Angehörige engagieren sich dabei oft bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und darüber hinaus. Das betrifft sowohl physische wie auch psychische Grenzen. Häufig wird das erst sichtbar, wenn die pflegende Person zusammenbricht. Doch so weit muss es nicht kommen: In der ersten Angehörigenambulanz Hamburgs, der Asklepios Klinik Nord, erhalten pflegende Ehepartner, Kinder und andere Verwandte professionelle Beratung, Unterstützung und Therapie in solchen Lebensphasen. „Während in der Akutphase einer Schlaganfallbehandlung und der Reha der davon betroffene Patient im Fokus steht, stehen in der Angehörigenambulanz die pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt“, so ihr Leiter Dr. Frank Jürgensen im Gespräch mit dem SeMa. „Pflege im häuslichen Bereich ist eine Sondersituation, auf die man sich kaum vorbereiten kann. Es ist keine Schande, damit überfordert zu sein. Nicht nur der Schlaganfallpatient, auch der pflegende Angehörige braucht häufig Hilfestellung. Wir wollen Mut machen, sich das einzugestehen und bieten konkret Hilfe an!“

Neuland betreten

Mit der Angehörigenambulanz hat As-klepios Neuland betreten – sie steht allen Angehörigen offen, die durch die Versorgung eines chronisch kranken Familienmitglieds seelisch belastet sind. Dass auch an die Pflegenden die Frage „Wie geht es Ihnen?“ gerichtet werden muss, belegt die Tatsache, dass rund die Hälfte aller Angehörigen sich besonders seelisch an ihren Belastungsgrenzen geführt fühlen. Auch die Krankenkassen sehen hier akuten Handlungsbedarf und übernehmen die Kosten. „Nicht umsonst heißt es im Flugzeug ‚im Falle eines Druckabfalls setzen Sie zuerst Ihre Sauerstoffmaske auf, bevor sie Kindern und anderen dabei helfen", beschreibt der Mediziner die Aufgabe der Ambulanz. Denn nur wer selbst gesichert ist, kann anderen wirklich helfen. In der Angehörigenambulanz arbeiten Experten unterschiedlicher Fachrichtungen eng zusammen. Dr. Frank Jürgensen wird zur Arbeit der Angehörigenambulanz Auskunft geben, Fragen beantworten und erklären, warum sich weder der Schlaganfallpatient dafür schämen muss, einen Angehörigen für die Pflege zu brauchen noch der pflegende Angehörige Scheu davor zu haben braucht, sich Hilfe zu holen.

Sicherheit erlangen

Jürgen Langemeyer gründete die Patientenorganisation „Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein“, da er und seine Frau sich nach der Reha alleingelassen fühlten und niemand bei der Neuorganisation ihres Lebens geholfen hat. Das wollte er für andere Betroffene ändern. „Ich habe gelernt, wie die Einschränkungen nach einem Schlaganfall beseitigt werden können, wie ich meine ambulante Nachsorge optimal organisieren kann und wie sehr der Erfolg der Genesung von mir selbst abhängt“, sagt Langemeyer und gibt im Webinar seine Erfahrungen weiter.  

Mobilität erhalten

Mobilität mit dem eigenen Pkw ist nach einem Schlaganfall ein zentrales Thema. Als Gesprächspartner steht Fahrlehrer Tomas Ciura zur Verfügung. Seine Spezialgebiete sind die Prüfung, Begutachtung und Wiederherstellung der Fahreignung nach schweren Verletzungen und bei Krankheiten.

Wie und wo?

Am 16. Dezember von 17 bis 17.45 Uhr bietet die Asklepios Klinik Nord im Internet per System „ZOOM“ das Online- Webinar an. Die Kommunikation mit den Experten ist ausdrücklich erwünscht.

Details sowie Anmeldungen über: www.asklepios.com/hamburg/nord/heidberg/

 

F. J. Krause © SeMa
Bild ganz oben: Prof. Dr. Günter Seidel, Chefarzt Neurologie und Neurologische Frührehabilitation (li.) und Dr. Detmar Kücken, leitender Oberarzt an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg sowie weitere Experten stehen den Webinar-Teilnehmern per Skype zur Verfügung. Foto: Asklepios

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